JesusHouse 2010 / 2011

september 2010 - märz 2011

Thema: Liebe

Am dritten Abend ging es im JesusHouse um die Liebe. Ein spannendes Thema, oder!?

Wir haben aufgezeichnet, was Matthias Clausen dazu gesagt hat. Hör es dir an! In unserem kleinen Videozusammenschnitt und auf den Bildern haben wir die Highlights zusammengestellt. Und du kannst die wichtigsten Gedanken nachlesen.


Echte Liebe liebt schon die Version 1.0 von uns und nicht erst ein Upgrade, das angeblich verbessert ist. Oft verwechselt man Liebe aber mit einem Wenn-Dann-Prinzip: "Wenn du die Musik hörst, dann…" "Wenn du 50 kg wiegst, dann …" "Wenn du dich so verhältst, dann …" Diese Art von Liebe ist nicht  erstrebenswert und macht auf Dauer kaputt.

Hier kannst du dir anhören, was für Matthias echte Liebe ist, denn "Liebe" ist das Wort, das Gott am besten beschreibt.


Die Highlights des Abends "Liebe" im Videozusammenschnitt.


Liebe!

Zum Thema Liebe hat JesusHouse Bettina Ratering aus Emsland an der holländischen Grenze eingeladen. Der Name sagt vielen wenig, aber das, was Bettina zu sagen und erlebt hat, könnte mehrere Leben ausreichend füllen. Bettina wurde geboren, als ihre Mutter 15 Jahre alt war und lebte mit ihr bis zum 6. Lebensjahr in einem Bordellzimmer, in dem nicht nur ihre Mutter mit Freiern schlief, sondern es auch zu Übergriffen auf Bettina kam. Mit 6 Jahren kam sie zuerst in ein Heim, dann in eine Pflegefamilie, die ihr materiell alles gab, was sie brauchte. Aber Liebe oder einfache Umarmungen bekam sie nie. Im Teenageralter brach sie von dort aus und landete auf der Reeperbahn. Innerhalb kürzester Zeit war sie Raucherin, alkohol- und drogenabhängig, ging anschaffen, bis sie mit 18 Jahren in die Schweiz floh, dort aber so weiter lebte wie bisher. Eines Tages traf sie eine Gruppe verrückter junger Christen, die christliche Lieder sangen und von der Liebe Gottes sprachen. Vor lauter Aggressivität griff Bettina mit einer kaputten Bierflasche den Redner an und rannte weg. Der suchte sie aber in der Stadt und als er sie fand, fragte er einfach nur, ob er sich zu ihr setzen könne. Er rief nicht die Polizei, sondern erzählte ihr wieder von der Liebe Gottes. Sie kam zu diesen jungen Christen in die Gemeinde, erlebte aber immer wieder Rückschläge. Trotzdem hielt sie die Liebe fest. Heute lebt Bettina auf einem Bauernhof, auf dem sie sich um Drogenabhängige kümmert, um ihnen zu zeigen, dass sie geliebt sind.

Wir alle brauchen Liebe. Manche Menschen – wie Bettina Ratering – wissen das ganz genau. Auch Matthias Clausen weiß wovon er spricht. Er hat zu Hause eine Frau und ein Kind, die er über alles liebt und die ihn genauso lieben. Er ist froh, dass er echte Liebe erleben darf – von Gott und seiner Familie. Echte Liebe liebt schon die Version 1.0 von uns und nicht erst ein Upgrade, das angeblich verbessert ist. Oft verwechselt man Liebe aber mit einem Wenn-Dann-Prinzip. Das Wenn-Dann-Prinzip ist sehr leicht zu verstehen: „Wenn du die Musik hörst, dann …“ „Wenn du 50 kg wiegst, dann …“ „Wenn du dich so verhältst, dann …“ Eine solche Liebe klingt eher nach Castingshow, in der man gemessen wird, ob man wirklich gut genug ist, geliebt zu werden. Diese Art von Liebe ist nicht  erstrebenswert und macht auf Dauer kaputt. Bei echter Liebe gibt es kein Wenn-Dann-Prinzip und genau das meinen wir Christen, wenn wir über Gott reden. Das Wort, das Gott am besten beschreibt, ist Liebe. Gott findet uns unendlich wertvoll, auch wenn er nicht alles gut findet, was wir tun. Wir als Menschen sind es wert, dass er in der Person Jesu zu uns auf die Erde kommt. An Jesus kannst du sehen, wie Gott wirklich ist.

In einer Begebenheit mit Jesus beschreibt die Bibel, dass ein Mann am Straßenrand steht. Er ist übersät mit Geschwüren, die nicht nur sehr schlimm aussehen, sondern auch noch stinken. Sobald er auf der Straße läuft, muss er vor sich selbst warnen und das laut schreien. Das ist wie wenn wir, sobald wir auf der Straße laufen, schreien müssten: „Geht weg von mir, ich habe das und das Problem!“ Dieser Mann nimmt all seinen Mut zusammen, geht zu Jesus und bittet ihn, dass er ihn heilt. Jesus berührt diesen Menschen und er wird gesund. Jesus hat keine Angst unsere Wunden, unsere hässlichen und unangenehmen Stellen zu berühren. Er kennt sie und liebt uns trotz all unserer Fehler, Schwächen und Verletzungen. Doch dass Jesus das „Wenn-Dann-Prinzip“ zerstört, gefiel damals schon vielen Personen nicht, denn dieses Prinzip kann sehr praktisch sein und Abhängigkeiten schaffen. Deshalb schafften es einige wichtige Leute von damals, Jesus unschuldig zu verklagen, sodass er sogar ans Kreuz geschlagen wurde. Jesus tat das alles aus Liebe zu uns, damit wir ein Gegenüber haben, dem wir alles erzählen können, dem keine Last zu schwer, dem nichts zu seltsam oder zu kompliziert ist, dessen Gedanken sich uns gegenüber nie ändern. Am Kreuz lässt sich Jesus fallen, dass du zum Vater kommen kannst.


"Habt ihr schon einmal versucht jemanden zu lieben, ihm einen Gefallen zu tun, für ihn da zu sein und dabei nicht zu erwarten, dass er sich dir gegenüber auch so verhält? Ich glaube es gibt keine Freundschaft, die nicht auf gegenseitiger Liebe besteht. Immer wieder wird man enttäuscht, weil man es sich anders vorstellt. Ich denke man kann von einer Person nicht nichts erwarten, obwohl das doch so viel einfacher wäre. Man würde nicht verletzt werden, man würde nicht gekränkt sein und könnte sein Leben ohne diese Probleme beschreiten. Blöderweise funktionieren Zwischenmenschliche Beziehungen nicht auf diese Art und Weise und oft sind wir mit unseren Freundschaften nicht zufrieden. Aber die Beziehung zu Gott, das ist eine ganz andere Geschichte. Er liebt uns Menschen ohne dabei irgendwelche Erwartungen an uns zu haben. Er ist nicht verletzt, wenn wir anders reagieren als er es sich gedacht hat und wir können so sein, wie wir wollen, ohne uns zu verstellen und zu verstecken. Ich glaube wir sind gar nicht in der Lage zu erfassen, wie cool diese Liebe ist. Ich meine, da ist jemand. Der liebt dich immer. Egal, was du machst. Egal, wie du dich verhältst und egal, wie du aussiehst. Wer braucht so jemanden denn nicht?!  Ich könnte mir ein Leben ohne Gott nicht vorstellen! Wenn es in der Schule gerade mal wieder nur 4 Punkte zurückgab oder in der Familie die Stimmung auf dem Gefrierpunkt liegt, so ist er doch immer für uns da. Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um dieses Geschenk und die Liebe von Gott anzunehmen, aber heute kann ich sagen, es ist das Beste, was mir je passiert ist." (Marina, 17)