Wer ist schuld?
Der andere – oder du?
Wer hat angefangen?
Und wer hört nicht auf?
Warum streitet ihr euch eigentlich?
Warum hat er dich mit Worten verletzt?
Warum bis du auf andere neidisch?
Warum redet ihr gemein über andere?
Kannst du dem anderen verzeihen?
Kannst du dich entschuldigen?
Kann man überhaupt entschuldigen, was man dem anderen angetan hat?
Und wer ist schuld, wenn du dich selbst verletzt?
Warum bist du so ungerecht zu dir selbst?
Fallen dir bei diesen Fragen Szenen aus deinem Alltag ein?
Irgendetwas davon ist dir sicher so oder so ähnlich schon begegnet, oder?
Was ist Schuld?
Dieses Wort „Schuld“ hört sich ziemlich heftig an. „Schuld an etwas sein“ – das heißt, ich habe etwas getan, das Auswirkungen auf mich oder andere hat. In der Regel sind das negative Auswirkungen. Wenn ich anderen eine Freude mache, dann sind sie mir dankbar und sagen nicht „Du bist schuld dran!“ Wenn mir das einer sagt, dann ist das ein heftiger Vorwurf. Er fühlt sich von mir verletzt, belogen, beleidigt, enttäuscht …
Schuldig werden kann man nicht nur gegenüber anderen. Auch an mir selbst kann ich schuldig werden, indem ich mich enttäusche, mich belüge, schlecht von mir denke …
„Schuld“ ist ein großes Wort. Und entsteht schon bei Kleinigkeiten, oft ganz unbewusst. Bestimmt hast du mal eine Notlüge benutzt, über Mitschüler gelästert oder andere enttäuscht – vielleicht deine Eltern. Oder du bist neidisch auf deine beste Freundin, weil sie das coole Kleid hat, dass du dir nicht leisten kannst. Oder du hast einen Kumpel geboxt, weil er dich geärgert hat. Da fallen einem ziemlich viele Dinge ein ...
Es gibt aber auch Schuld, die ganz bewusst in Kauf genommen wird: Wenn man aus Absicht andere belügt, ihnen Schmerzen zufügt, sie bestiehlt oder vor den Kopf stößt und traurig macht.
Schuld an etwas zu sein hat Folgen. Manchmal sind sie schnell vergessen oder ich kann sie mit wenigen Worten wieder gut machen. Manchmal geht das aber nicht so einfach und Menschen müssen immer mit den Folgen leben, ihr ganzes Leben ändert sich durch mein Handeln.
Entscheidungen haben Folgen.
Manchmal große und manchmal kleine. Manchmal ist es ziemlich egal, wie du entscheidest, weil es keine Bedeutung für dein Leben hat. Beispiel Klamottenkauf: Er hat zwar Einfluss auf dein Aussehen und auf deinen Kontostand - aber keine existenzielle Bedeutung. Anders sieht es da schon bei Partner- oder Berufswahl aus. Diese Entscheidungen bestimmen dein Leben gewaltig mit. Und es gibt ja auch noch die Entscheidungen, von denen sogar andere abhängen ...
Und was hat Jesus mit meiner Schuld zu tun?
Mit Schuld umzugehen, ist gar nicht so leicht. Es ist auch nicht einfach, Schuld einzugestehen, den Fehler zuzugeben und mich zu entschuldigen. Manche Schuld ist nicht rückgängig zu machen, eine Entschuldigung reicht nicht aus.
Und hier kommt Jesus ins Spiel.
Er hilft mir beim Entschuldigen. Mir selbst und auch anderen gegenüber. Warum? Er glaubt an mich! Er glaubt daran, dass ich kein bösartiger Mensch bin, sondern einfach ein Mensch, der Fehler macht. Und Jesus kann Fehler verzeihen – wenn ich es ernst meine und nicht absichtlich immer wieder dasselbe mache.
Deshalb wird es auch dir leichter fallen, gnädiger mit dir selbst zu sein oder dich zu entschuldigen. Und auch anderen zu verzeihen! Das ist oft ebenso schwer wie die eigene Entschuldigung … Mit Jesus an deiner Seite hast du den Mut, zu dir und deinen Fehlern zu stehen. Denn er macht dir klar, dass Ehrlichkeit besser ist, Streit zu nichts führt und du ohne Schuld viel besser lebst. Sein Lebensmotto heißt Liebe und Gnade und Geduld. Wäre das nicht auch was für dich?
Eine Schuld gibt es da noch: Die Menschen haben Gott schwer enttäuscht. Das gilt auch für uns heute. Deshalb brauchen wir jemanden, der uns beim Entschuldigen hilft. Dieser Jemand ist Jesus. Er hat deine und meine Schuld übernommen und wir sind schuldenfrei. Das ist die beste Voraussetzung für ein ewiges Leben bei Gott. Hört sich unglaublich an – ist aber so! Allerdings ist das kein Freibrief, alles machen zu können, weil Jesus sich schon drum kümmert. Man muss es ehrlich meinen mit der Entschuldigung und dem Umgang mit sich und anderen.
Bei JesusHouse hast du die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren, wie Jesus unsere Schuld auf sich genommen hat und wie das geht, dass das auch für dich gilt. Gib auch du deine Schuld ab!
Claudia Siebert, JesusHouse Onlinemagazin
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