JesusHouse 2010 / 2011

september 2010 - märz 2011

Dein Leben ist angekreuzt!

Warum das in Zeiten der Angst, der Trauer, des Leids hilft

Mit einem Kreuz kannst du etwas  ankreuzen und damit deine Meinung ausdrücken oder einen Wunsch äußern – zum Beispiel bei einer Umfrage. Du kannst dein Kreuz setzen und so über etwas abstimmen und damit Einfluss ausüben – zum  Beispiel bei einer Wahl. Du kannst mit einem Kreuz etwas durchstreichen und damit signalisieren, dass du es ablehnst oder etwas verboten ist – zum Beispiel mit einem Schild. Dieses Kreuz steht für das Leben, denn es hat Auswirkungen auf das Leben.

Eine andere Bedeutung hat das Kreuz auf dem Friedhof. Ein krasser Gegensatz zu den eben genannten Kreuzen. Dieses hier ist nur noch ein Symbol. Es erinnert an das Leben, erinnert an einen Menschen, indem Name, Geburtsdatum und Todestag darauf stehen. Es steht mehr für den Tod und die Trauer der Angehörigen als für Leben. Es hat selbst keine Auswirkungen mehr für das Leben.

Und dann gibt es noch das Kreuz, das beide Bedeutungen in sich vereint: den Tod und das Leben.

Ein solches Kreuz findest du typischerweise in einer Kirche. An ihm ist meist ein Mensch dargestellt, der gekreuzigt wurde, tot ist.

Kreuzigung – was für ein grausamer Tod. Eine harte Strafe. An Händen und Füßen ans Kreuz genagelt. So lange, bis der Körper nachgibt und nicht mehr kann. Schmerzen von den Nägeln, Schmerzen vom Hängen. Das klingt unvorstellbar, wie nach dem neuesten Thriller.

Bis hierhin steht das Kreuz noch für den Tod. Aber die Geschichte geht noch weiter: Der Mensch  – sein Name ist Jesus –, der da am Kreuz hängt, hat das freiwillig auf sich genommen! Er hat sich verurteilen lassen und dieses grausame Leiden auf sich genommen. Wer macht so etwas!? Jesus hatte einen guten Grund, das zu machen. Dieser Grund bist du! Und ich. Und deine Freunde, deine Eltern, deine Geschwister. Einfach alle. Es geht dabei um einen Rettungsplan für uns.

Deshalb steht das Kreuz ab jetzt auch für das Leben. Gott hat dein Leben angekreuzt, indem Jesus am Kreuz für dich gestorben ist: Du darfst ent-schuld-et leben und in dem Wissen, dass er für dich da ist!

Zwei Aspekte spiegeln sich für mich im Kreuz:

Zum einen die Vergebung der Schuld. Jeder von uns macht in seinem Leben ziemlich viele Fehler, nimmt Schuld auf sich. Mehr dazu kannst du hier lesen. Und weil Gott das nicht will, hat er sich einen Rettungsplan ausgedacht. Jesus, sein Sohn, wurde verurteilt und gekreuzigt – nicht für seine Schuld, sondern für deine und meine. Stellvertretend, damit wir ent-schuld-et sind.

Zum anderen die Zusicherung, dass Jesus voll und ganz für uns da ist. Das ist natürlich keine Auflösung der Frage, warum es Leid gibt. Du hast sicher schon selbst erlebt, dass nicht immer alles nur fröhlich und sonnig ist. Es gibt auch andere Zeiten voll Leid, Trauer, Schmerz und Angst - Streit mit deinen Freunden, Stress in der Liebe, Ärger mit deinen Eltern, Angst vor der Zukunft.

All das gibt es und das wird immer so sein. Auch Jesus musste leiden. Aber – und das ist ganz wichtig: mit dem Kreuz wird der Angst, dem Schmerz, dem Leid und der Trauer der Schrecken genommen. Jesus wurde gekreuzigt, hat gelitten – aber er ist wieder auferstanden (das feiern wir Ostern), das heißt, das alles hat ihn nicht töten können. Ja, es gibt Leid, aber du bist nicht mehr allein damit. Da ist einer, der dir hilft. Denn jemand, der einen so grausamen Tod am Kreuz für sich auf sich genommen hat – der ist aus fester Überzeugung bereit, immer zu dir zu stehen. Und gemeinsam lässt sich alles leichter ertragen.

Wie das konkret aussehen kann, das kannst du bei JesusHouse erfahren – ganz in der Nähe.

Claudia Siebert, JesusHouse Onlinemagazin

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